Diakon – Gehalt 2026: Das verdient man wirklich
Offizielle Gehaltsdaten für den Beruf Diakon/in (evangelisch) (Qualifikationsniveau: Spezialist) – Median, Gehaltsspanne, Netto und der Vergleich aller 16 Bundesländer.
Gehaltsspanne: So verteilen sich die Gehälter
Die Hälfte aller vollzeitbeschäftigten Diakon verdient zwischen 4.550 € und 6.432 € brutto im Monat. Der Median – also der Wert genau in der Mitte – liegt bei 5.696 €.
Was macht man als Diakon?
Evangelische Diakone und Diakoninnen sind im Dienst der Kirche und in diakonischen Einrichtungen sozialpädagogisch, religionspädagogisch oder pflegerisch tätig. Zu ihren Aufgaben gehören z.B. die Betreuung von Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen. Sie arbeiten im Gottesdienst mit und betreuen Gemeindemitglieder seelsorgerisch. Auch in der Notfallseelsorge sind sie tätig. Im pflegerischen Bereich sorgen sie für Erkrankte und Menschen mit Behinderungen, begleiten Sterbende und deren Angehörige und organisieren Versorgungs- und Pflegemaßnahmen. Als Religionspädagogen und Religionspädagoginnen planen sie den kirchlichen Unterricht in Gemeinde und Schule und sind selbst als Lehrkräfte tätig.
Diakon-Gehalt nach Bundesland
Der Wohnort macht einen spürbaren Unterschied: zwischen Bayern (6.037 €) und Baden-Württemberg (5.744 €) liegen 293 € im Monat. Klicke auf ein Bundesland für die Detailauswertung.
| # | Bundesland | Median | Q25 | Q75 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Bayern | 6.037 € | 4.961 € | 6.889 € | |
| 2 | Nordrhein-Westfalen | 5.999 € | 4.977 € | 6.438 € | |
| 3 | Baden-Württemberg | 5.744 € | 4.516 € | 6.306 € |
Brutto-Netto: Was bleibt übrig?
Vom Median-Brutto von 5.696 € bleiben in Steuerklasse I geschätzt rund 3.486 € netto. Rechne hier dein individuelles Gehalt aus:
Gehalt nach Geschlecht
Gehalt nach Alter und Berufserfahrung
Mit den Berufsjahren steigt in der Regel auch das Gehalt – die Mediane nach Altersgruppe:
Wo arbeitet man als Diakon?
Evangelische Diakone und Diakoninnen arbeiten meist
im Pfarramt oder in den Büroräumen sonstiger kirchlicher Einrichtungen
in Kirchenräumen und Gemeindesälen
in den Zimmern und Räumen von Krankenhäusern, Tagesstätten und Heimen
in Privatwohnungen (beim Besuch von Gemeindemitgliedern)
in Unterrichtsräumen von Schulen
Ausbildung & Zugang: So wird man Diakon
Evangelischer Diakon bzw. Evangelische Diakonin ist eine berufliche Weiterbildung. Sie ist kirchlich geregelt und findet an Fachschulen für Diakonie und Sozialpädagogik oder Diakonenschulen statt.
Die Weiterbildung dauert in Vollzeit ca. 1,5 Jahre, in Teilzeit 2-4 Jahre.
Außerdem gibt es ein Hochschulstudium im Bereich Diakonie oder eine kirchlich und landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung zum Evangelischen Diakon bzw. zur Evangelischen Diakonin.
Dauer
Unterschiedlich, je nach Bildungsangebot und Lernform:
Vollzeit: ca. 1,5 Jahre
Teilzeit: 2-4 Jahre
Zugang zur Tätigkeit
Die Tätigkeit erfordert i.d.R. eine abgeschlossene Aus- oder Weiterbildung als Evangelischer Diakon bzw. Evangelische Diakonin oder ein Hochschulstudium im Bereich Diakonie.
Die Einsegnung in den Dienst der evangelischen Kirche wird zusätzlich vorausgesetzt.
Aufstieg & Weiterbildung
Typische Aufstiegsweiterbildungen für Diakon – oft mit deutlichem Gehaltssprung:
Häufige Fragen zum Diakon-Gehalt
Wie viel verdient man als Diakon?
Als Diakon verdient man in Deutschland im Median 5.696 € brutto im Monat (Vollzeit). Die mittleren 50 % der Gehälter liegen zwischen 4.550 € und 6.432 €. Aufs Jahr gerechnet entspricht der Median etwa 68.352 € brutto.
Was verdient man als Diakon netto?
Bei einem Bruttogehalt von 5.696 € bleiben in Steuerklasse I (kinderlos, ohne Kirchensteuer) geschätzt rund 3.486 € netto im Monat. Der genaue Betrag hängt von Steuerklasse, Krankenkasse und Freibeträgen ab.
Wo verdient man als Diakon am meisten?
Am höchsten sind die Gehälter in Bayern (6.037 €), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (5.999 €) und Baden-Württemberg (5.744 €). Am unteren Ende liegt Baden-Württemberg mit 5.744 €.
Verdienen Männer und Frauen als Diakon gleich viel?
Männer kommen im Median auf 5.843 €, Frauen auf 5.505 € – ein Unterschied von etwa 338 € zugunsten der Männer. Unterschiede entstehen u. a. durch Branche, Region und Position.