Radiologe – Gehalt 2026: Das verdient man wirklich
Offizielle Gehaltsdaten für den Beruf Facharzt/-ärztin - Radiologie (Qualifikationsniveau: Experte) – einer der bestbezahlten Berufe Deutschlands.
Warum „über 7.450 €"?
Radiologe gehört zu den Spitzenverdiener-Berufen: Mehr als die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten verdient über der Beitragsbemessungsgrenze von 7.450 € im Monat – bis zu dieser Grenze erfasst die Sozialversicherung die Entgelte. Der exakte Median wird deshalb nicht ausgewiesen. Sicher ist: 75 % der Beschäftigten verdienen mehr als 7.377 €.
Was macht man als Radiologe?
Fachärzte und Fachärztinnen für Radiologie erkennen und behandeln Erkrankungen wie Zysten oder Gefäßverengungen oder -verschlüsse. Darüber hinaus untersuchen sie z.B. auch Gallenwege, Kniegelenke (zum Beispiel bei Meniskus- oder Kreuzbandriss), Lenden-, Brust- oder Halswirbelsäule. Sie untersuchen die Patienten bzw. Patientinnen, diagnostizieren die Erkrankung und beginnen mit der Behandlung bzw. erstellen einen Therapieplan. Zum Einsatz kommen interventionelle sowie minimal-invasive radiologische Methoden wie beispielsweise Gefäßpunktionen. Fachärzte und Fachärztinnen für Radiologie sind auch in der Notfalldiagnostik tätig. Dabei kümmern sie sich beispielsweise um Patienten bzw. Patientinnen, die in einen Verkehrsunfall verwickelt waren, oder um Patienten bzw. Patientinnen der Intensivstationen. Zusätzlich übernehmen sie organisatorische Aufgaben, dokumentieren Behandlungen, erstellen Gutachten und überwachen die Leistungsabrechnung.
Brutto-Netto: Was bleibt übrig?
Schon bei 7.450 € brutto bleiben in Steuerklasse I geschätzt rund 4.418 € netto – als Radiologe in der Regel mehr. Rechne dein individuelles Gehalt aus:
Gehalt nach Geschlecht
Gehalt nach Alter und Berufserfahrung
Die Mediane nach Altersgruppe – Werte über der Erfassungsgrenze werden als „über 7.450 €" ausgewiesen:
Wo arbeitet man als Radiologe?
Fachärzte und Fachärztinnen für Radiologie arbeiten in erster Linie
in Untersuchungs- und Behandlungsräumen
in Patientenzimmern
in Büroräumen
Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch
in Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben)
in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Ausbildung & Zugang: So wird man Radiologe
Facharzt bzw. Fachärztin für Radiologie ist eine berufliche Weiterbildung an Hochschulkliniken sowie anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung, wie z.B. niedergelassenen Praxen. Sie dauert i.d.R. 5 Jahre. Die Landesärztekammern regeln die Weiterbildung gemäß der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer.
Die Weiterbildung führt zur Facharztprüfung.
Dauer
5 Jahre (Vollzeit)
Zugang zur Tätigkeit
Die Ausübung der Berufstätigkeit ist reglementiert. Die Tätigkeit erfordert i.d.R.:
die ärztliche Approbation oder die Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes gemäß Bundesärzteordnung
eine abgeschlossene Weiterbildung zum/zur Facharzt/-ärztin für Radiologie gemäß Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer
die Anerkennung als Facharzt/-ärztin durch die zuständige Landesärztekammer
Aufstieg & Weiterbildung
Typische Aufstiegsweiterbildungen für Radiologe – oft mit deutlichem Gehaltssprung:
Häufige Fragen zum Radiologe-Gehalt
Wie viel verdient man als Radiologe?
Als Radiologe verdient man in Deutschland im Median mehr als 7.450 € brutto im Monat (Vollzeit) – der Median liegt über der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung, deshalb weist die Bundesagentur für Arbeit keinen exakten Wert aus. Das untere Viertel beginnt bei 7.377 €: Selbst ein Viertel der Beschäftigten verdient weniger als diesen Wert. Aufs Jahr gerechnet sind das über 89.400 € brutto.
Warum gibt es keinen exakten Medianwert?
Die Gehaltsstatistik der Bundesagentur für Arbeit erfasst Entgelte nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Rentenversicherung – 7.450 € im Monat. Verdient mehr als die Hälfte der Beschäftigten darüber, wird statt des Medians nur „über 7.450 €" ausgewiesen. Das betrifft ausschließlich Spitzenverdiener-Berufe.
Was verdient man als Radiologe netto?
Bei einem Bruttogehalt von 7.450 € bleiben in Steuerklasse I (kinderlos, ohne Kirchensteuer) geschätzt mindestens rund 4.418 € netto im Monat – tatsächlich meist mehr, da der Median über diesem Brutto liegt.