Internist – Gehalt 2026: Das verdient man wirklich
Offizielle Gehaltsdaten für den Beruf Facharzt/-ärztin - Innere Medizin (Qualifikationsniveau: Experte) – einer der bestbezahlten Berufe Deutschlands.
Warum „über 7.450 €"?
Internist gehört zu den Spitzenverdiener-Berufen: Mehr als die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten verdient über der Beitragsbemessungsgrenze von 7.450 € im Monat – bis zu dieser Grenze erfasst die Sozialversicherung die Entgelte. Der exakte Median wird deshalb nicht ausgewiesen. Sicher ist: 75 % der Beschäftigten verdienen mehr als 6.839 €.
Was macht man als Internist?
Fachärzte und Fachärztinnen für innere Medizin behandeln Erkrankungen je nach Facharztkompetenz auf dem Gebiet der Inneren Medizin. Das können z.B. Krankheiten von Lunge, Herz, Verdauungsorganen, Leber oder Nieren sein, umfasst aber auch Blut-, Lymphsystem-, Stoffwechsel- und immunologische Erkrankungen. Sie behandeln den Stütz- und Bewegungsapparat, Infektionskrankheiten sowie altersbedingte oder psychosomatische Krankheitsbilder und befassen sich auch mit Sportmedizin. Nach der Anamnese und einer körperlichen Untersuchung entscheiden sie über weitere diagnostische Maßnahmen. Sie veranlassen z.B. Laboruntersuchungen, prüfen den Blutdruck oder die Lungenfunktion, führen Endoskopien durch oder fertigen Röntgenbilder an. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse leiten sie Behandlungen ein. Sie beraten zudem zur Gesundheitsvorsorge, begleiten Rehabilitationsmaßnahmen und betreuen die Patienten bzw. Patientinnen hausärztlich. Zusätzlich übernehmen sie organisatorische Aufgaben, dokumentieren Behandlungen, erstellen Gutachten und überwachen die Leistungsabrechnung.
Internist-Gehalt nach Bundesland
In 1 von 16 Bundesländern liegt der regionale Median unter der Erfassungsgrenze und wird konkret ausgewiesen:
| # | Bundesland | Median | Q25 | Q75 |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Bayern | 7.453 € | 6.566 € | über 7.450 € |
Brutto-Netto: Was bleibt übrig?
Schon bei 7.450 € brutto bleiben in Steuerklasse I geschätzt rund 4.418 € netto – als Internist in der Regel mehr. Rechne dein individuelles Gehalt aus:
Gehalt nach Geschlecht
Gehalt nach Alter und Berufserfahrung
Die Mediane nach Altersgruppe – Werte über der Erfassungsgrenze werden als „über 7.450 €" ausgewiesen:
Wo arbeitet man als Internist?
Fachärzte und Fachärztinnen für innere Medizin arbeiten in erster Linie
in Untersuchungs- und Behandlungsräumen
in Patientenzimmern
in Operationssälen
in Büroräumen
Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch
in Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben)
in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Ausbildung & Zugang: So wird man Internist
Facharzt bzw. Fachärztin für innere Medizin ist eine berufliche Weiterbildung an Hochschulkliniken sowie anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung, z.B. niedergelassene Praxen. Sie dauert i.d.R. 5 Jahre. Die Landesärztekammern regeln die Details gemäß der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer.
Die Weiterbildung führt zur Facharztprüfung.
Dauer
5 Jahre (Vollzeit)
Zugang zur Tätigkeit
Die Ausübung der Berufstätigkeit ist reglementiert. Die Tätigkeit erfordert i.d.R.:
die ärztliche Approbation oder die Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes gemäß Bundesärzteordnung
eine abgeschlossene Weiterbildung zum/zur Facharzt/-ärztin für innere Medizin gemäß Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer
die Anerkennung als Facharzt/-ärztin durch die zuständige Landesärztekammer
Aufstieg & Weiterbildung
Typische Aufstiegsweiterbildungen für Internist – oft mit deutlichem Gehaltssprung:
Häufige Fragen zum Internist-Gehalt
Wie viel verdient man als Internist?
Als Internist verdient man in Deutschland im Median mehr als 7.450 € brutto im Monat (Vollzeit) – der Median liegt über der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung, deshalb weist die Bundesagentur für Arbeit keinen exakten Wert aus. Das untere Viertel beginnt bei 6.839 €: Selbst ein Viertel der Beschäftigten verdient weniger als diesen Wert. Aufs Jahr gerechnet sind das über 89.400 € brutto.
Warum gibt es keinen exakten Medianwert?
Die Gehaltsstatistik der Bundesagentur für Arbeit erfasst Entgelte nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Rentenversicherung – 7.450 € im Monat. Verdient mehr als die Hälfte der Beschäftigten darüber, wird statt des Medians nur „über 7.450 €" ausgewiesen. Das betrifft ausschließlich Spitzenverdiener-Berufe.
Was verdient man als Internist netto?
Bei einem Bruttogehalt von 7.450 € bleiben in Steuerklasse I (kinderlos, ohne Kirchensteuer) geschätzt mindestens rund 4.418 € netto im Monat – tatsächlich meist mehr, da der Median über diesem Brutto liegt.