Gehalt 2026 · Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Gynäkologe – Gehalt 2026: Das verdient man wirklich

Offizielle Gehaltsdaten für den Beruf Facharzt/-ärztin - Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Qualifikationsniveau: Experte) – einer der bestbezahlten Berufe Deutschlands.

Median-Bruttogehalt / Monat
über 7.450 € brutto
Vollzeit, Deutschland · der Median liegt über der Beitragsbemessungsgrenze – die Statistik weist keinen exakten Wert aus
Jahresgehalt (Median)
über 89.400 €
Netto geschätzt (StKl. I)
mind. ≈ 4.418 € /Monat
Unteres Viertel (Q25)
ab 6.269 €
Beschäftigte (Vollzeit)
8.815

Warum „über 7.450 €"?

Gynäkologe gehört zu den Spitzenverdiener-Berufen: Mehr als die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten verdient über der Beitragsbemessungsgrenze von 7.450 € im Monat – bis zu dieser Grenze erfasst die Sozialversicherung die Entgelte. Der exakte Median wird deshalb nicht ausgewiesen. Sicher ist: 75 % der Beschäftigten verdienen mehr als 6.269 €.

Was macht man als Gynäkologe?

Fachärzte und Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ermitteln die Krankheitsvorgeschichte (Anamnese), erstellen Befunde und führen u.a. Vorsorge- und Schwangerschaftsuntersuchungen, medikamentöse oder operative Behandlungen durch. Sie beraten ihre Patientinnen z.B. über mögliche Therapieverfahren bei Erkrankungen, über richtige Ernährung während einer Schwangerschaft oder zum Thema Wechseljahre. Z.B. führen sie diagnostische und/oder operative Gebärmutterspiegelungen (Hysteroskopie) oder Sterilisationen durch, entfernen Gebärmuttern (Hysterektomie) oder Eierstockzysten. Darüber hinaus überwachen sie Entbindungen und greifen bei eventuell auftretenden Komplikationen schnell ein, z.B. mit einem Kaiserschnitt. Zusätzlich übernehmen sie organisatorische Aufgaben, dokumentieren Behandlungen, erstellen Gutachten und überwachen die Leistungsabrechnung.

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Gynäkologe-Gehalt nach Bundesland

In 3 von 16 Bundesländern liegt der regionale Median unter der Erfassungsgrenze und wird konkret ausgewiesen:

#BundeslandMedianQ25Q75
1 Nordrhein-Westfalen 7.482 €6.283 €über 7.450 €
2 Niedersachsen 7.470 €6.272 €über 7.450 €
3 Bayern 7.374 €5.980 €über 7.450 €

Brutto-Netto: Was bleibt übrig?

Schon bei 7.450 € brutto bleiben in Steuerklasse I geschätzt rund 4.418 € netto – als Gynäkologe in der Regel mehr. Rechne dein individuelles Gehalt aus:

Netto / Monat
Netto / Jahr
Steuern
Sozialabgaben
Unverbindliche Schätzung (Steuerjahr 2025, gesetzl. Kranken- und Rentenversicherung, ohne individuelle Freibeträge). Keine Steuerberatung.

Gehalt nach Geschlecht

Männer
über 7.450 € /Monat
4.035 Beschäftigte
Frauen
7.266 € /Monat
4.780 Beschäftigte

Gehalt nach Alter und Berufserfahrung

Die Mediane nach Altersgruppe – Werte über der Erfassungsgrenze werden als „über 7.450 €" ausgewiesen:

25–54 Jahre
über 7.450 € /Monat
55 Jahre und älter
über 7.450 € /Monat

Wo arbeitet man als Gynäkologe?

Fachärzte und Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe arbeiten in erster Linie

  • in Untersuchungs- und Behandlungsräumen

  • in Patientenzimmern

  • in Operationssälen

  • in Kreißsälen

  • in Büroräumen

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch

  • in Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben)

  • in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)

Ausbildung & Zugang: So wird man Gynäkologe

Facharzt bzw. Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist eine berufliche Weiterbildung an Hochschulkliniken und sowie anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung, z.B. niedergelassene Praxen. Sie dauert i.d.R. 5 Jahre. Die Landesärztekammern regeln die Details gemäß der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer.

Die Weiterbildung führt zur Facharztprüfung.

Dauer

5 Jahre (Vollzeit)

Zugang zur Tätigkeit

Die Ausübung der Berufstätigkeit ist reglementiert. Die Tätigkeit erfordert i.d.R.:

  • die ärztliche Approbation oder die Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes gemäß Bundesärzteordnung

  • eine abgeschlossene Weiterbildung zum/zur Facharzt/-ärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe gemäß Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer

  • die Anerkennung als Facharzt/-ärztin durch die zuständige Landesärztekammer

Aufstieg & Weiterbildung

Typische Aufstiegsweiterbildungen für Gynäkologe – oft mit deutlichem Gehaltssprung:

Gesundheitsmanagement, -ökonomie (weiterführend)Gesundheitswissenschaft, Public Health (weiterführend)Medizin-, Pflegepädagogik (weiterführend)Medizinische Informatik (weiterführend)
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Häufige Fragen zum Gynäkologe-Gehalt

Wie viel verdient man als Gynäkologe?

Als Gynäkologe verdient man in Deutschland im Median mehr als 7.450 € brutto im Monat (Vollzeit) – der Median liegt über der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung, deshalb weist die Bundesagentur für Arbeit keinen exakten Wert aus. Das untere Viertel beginnt bei 6.269 €: Selbst ein Viertel der Beschäftigten verdient weniger als diesen Wert. Aufs Jahr gerechnet sind das über 89.400 € brutto.

Warum gibt es keinen exakten Medianwert?

Die Gehaltsstatistik der Bundesagentur für Arbeit erfasst Entgelte nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Rentenversicherung – 7.450 € im Monat. Verdient mehr als die Hälfte der Beschäftigten darüber, wird statt des Medians nur „über 7.450 €" ausgewiesen. Das betrifft ausschließlich Spitzenverdiener-Berufe.

Was verdient man als Gynäkologe netto?

Bei einem Bruttogehalt von 7.450 € bleiben in Steuerklasse I (kinderlos, ohne Kirchensteuer) geschätzt mindestens rund 4.418 € netto im Monat – tatsächlich meist mehr, da der Median über diesem Brutto liegt.

In welchen Bundesländern gibt es konkrete Zahlen für Gynäkologe?

In 3 Bundesländern liegt der regionale Median unterhalb der Erfassungsgrenze und wird konkret ausgewiesen – am höchsten in Nordrhein-Westfalen mit 7.482 €, gefolgt von Niedersachsen (7.470 €) und Bayern (7.374 €).

Verwandte Berufe & ähnliches Gehaltsniveau

Datenquelle & Methodik: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit – Median-Bruttomonatsentgelte sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter (KldB 81444), Stichtag 31.12.2024. Entgelte werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze (7.450 €/Monat) erfasst. Beamte, Selbstständige und Freiberufler sind nicht enthalten. Berufsbeschreibung: BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit. Stand: Januar 2026. Mehr zur Methodik