Neurologe – Gehalt 2026: Das verdient man wirklich
Offizielle Gehaltsdaten für den Beruf Facharzt/-ärztin - Neurologie (Qualifikationsniveau: Experte) – einer der bestbezahlten Berufe Deutschlands.
Warum „über 7.450 €"?
Neurologe gehört zu den Spitzenverdiener-Berufen: Mehr als die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten verdient über der Beitragsbemessungsgrenze von 7.450 € im Monat – bis zu dieser Grenze erfasst die Sozialversicherung die Entgelte. Der exakte Median wird deshalb nicht ausgewiesen. Sicher ist: 75 % der Beschäftigten verdienen mehr als 6.476 €.
Was macht man als Neurologe?
Fachärzte und Fachärztinnen für Neurologie untersuchen Patienten bzw. Patientinnen mit verschiedenen Verfahren, z.B. durch Messen der Hirnströme oder Nervenfunktionen. Sie veranlassen auch bildgebende Diagnostik, etwa Magnetresonanztomografie (MRT) oder Positronen-Emissions-Tomografie (PET). Anschließend diagnostizieren sie Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Epilepsie, Depressionen oder Demenzen, erstellen einen Therapieplan und leiten die Behandlung ein. Auch Störungen der Motivation, Selbstwahrnehmung, Defizitwahrnehmung, Kreativität und des Antriebs behandeln sie. Zusätzlich übernehmen sie organisatorische Aufgaben, dokumentieren Behandlungen, erstellen Gutachten und überwachen die Leistungsabrechnung.
Neurologe-Gehalt nach Bundesland
In 3 von 16 Bundesländern liegt der regionale Median unter der Erfassungsgrenze und wird konkret ausgewiesen:
| # | Bundesland | Median | Q25 | Q75 |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Baden-Württemberg | 7.492 € | 6.783 € | über 7.450 € |
| 2 | Nordrhein-Westfalen | 7.483 € | 6.667 € | über 7.450 € |
| 3 | Bayern | 7.254 € | 6.189 € | über 7.450 € |
Brutto-Netto: Was bleibt übrig?
Schon bei 7.450 € brutto bleiben in Steuerklasse I geschätzt rund 4.418 € netto – als Neurologe in der Regel mehr. Rechne dein individuelles Gehalt aus:
Gehalt nach Geschlecht
Gehalt nach Alter und Berufserfahrung
Die Mediane nach Altersgruppe – Werte über der Erfassungsgrenze werden als „über 7.450 €" ausgewiesen:
Wo arbeitet man als Neurologe?
Fachärzte und Fachärztinnen für Neurologie arbeiten in erster Linie
in Untersuchungs- und Behandlungsräumen
in Patientenzimmern
in Büroräumen
Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch
in Labors (z.B. bei Forschungsvorhaben)
in Hörsälen oder Unterrichtsräumen (bei Lehrtätigkeit)
Ausbildung & Zugang: So wird man Neurologe
Facharzt bzw. Fachärztin für Neurologie ist eine berufliche Weiterbildung an Hochschulkliniken und anderen Einrichtungen der ärztlichen Versorgung, z.B. niedergelassene Praxen. Sie dauert i.d.R. 5 Jahre. Die Landesärztekammern regeln die Details gemäß der Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer.
Die Weiterbildung führt zur Facharztprüfung.
Dauer
5 Jahre (Vollzeit)
Zugang zur Tätigkeit
Die Ausübung der Berufstätigkeit ist reglementiert. Die Tätigkeit erfordert i.d.R.:
die ärztliche Approbation oder die Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes gemäß Bundesärzteordnung
eine abgeschlossene Weiterbildung zum/zur Facharzt/-ärztin für Neurologie gemäß Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer
die Anerkennung als Facharzt/-ärztin durch die zuständige Landesärztekammer
Aufstieg & Weiterbildung
Typische Aufstiegsweiterbildungen für Neurologe – oft mit deutlichem Gehaltssprung:
Häufige Fragen zum Neurologe-Gehalt
Wie viel verdient man als Neurologe?
Als Neurologe verdient man in Deutschland im Median mehr als 7.450 € brutto im Monat (Vollzeit) – der Median liegt über der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung, deshalb weist die Bundesagentur für Arbeit keinen exakten Wert aus. Das untere Viertel beginnt bei 6.476 €: Selbst ein Viertel der Beschäftigten verdient weniger als diesen Wert. Aufs Jahr gerechnet sind das über 89.400 € brutto.
Warum gibt es keinen exakten Medianwert?
Die Gehaltsstatistik der Bundesagentur für Arbeit erfasst Entgelte nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Rentenversicherung – 7.450 € im Monat. Verdient mehr als die Hälfte der Beschäftigten darüber, wird statt des Medians nur „über 7.450 €" ausgewiesen. Das betrifft ausschließlich Spitzenverdiener-Berufe.
Was verdient man als Neurologe netto?
Bei einem Bruttogehalt von 7.450 € bleiben in Steuerklasse I (kinderlos, ohne Kirchensteuer) geschätzt mindestens rund 4.418 € netto im Monat – tatsächlich meist mehr, da der Median über diesem Brutto liegt.
In welchen Bundesländern gibt es konkrete Zahlen für Neurologe?
In 3 Bundesländern liegt der regionale Median unterhalb der Erfassungsgrenze und wird konkret ausgewiesen – am höchsten in Baden-Württemberg mit 7.492 €, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (7.483 €) und Bayern (7.254 €).